Was nützt die beste Wärmedämmung, die ausgefeilteste Lüftungsanlage, die effektivste Heizungsanlage oder wirkungsstärkste Solaranlage, wenn der Stromverbrauch weiterhin die Natur und Haushaltskasse belastet. Wie hoch das Einsparpotential in einem EFH sein kann, soll folgendes Beispiel verdeutlichen: Mit dem Austausch einer handelsüblichen 60-Watt-Glühlampe gegen eine 11-Watt-Energiesparlampe sparen Sie an reinen Stromkosten ca. 5,80 Euro je Jahr. Damit hat sich die Mehrinvestition bereits nach 2 Jahren amortisiert. Über die Lebensdauer einer Energiesparlampe können so bis zu 100 Euro Stromkosten eingespart werden. Nun rechnen Sie dies auf sämtliche Glühlampen Ihres Haushalts um. So sind über einen Zeitraum von 15 Jahren 1.000 Euro eingesparte Ausgaben für Strom nicht unrealistisch.
Allein durch den Stand-by-Betrieb (Leerlaufverlust) von Haushaltsgeräten wird in der Bundesrepublik eine Strommenge verbraucht, für deren Erzeugung zwei Atomkraftwerke benötigt werden. Für Sie bedeutet dies unnütze Mehrkosten innerhalb eines Jahres von über 10 Euro je 10-Watt-Stand-By-Leistung. Schalten Sie daher die Geräte vollständig aus oder nutzen eine abschaltbare Steckerleiste.
Haushaltsgeräte der Verbrauchsgruppe-A sind über die Jahre im Anschaffungspreis konkurenzfähig geworden. Doch allein die Bezeichnung "A" sollte nicht von einem Blick auf den Verbauch abhalten. Denn das Label "A" dürfen alle Geräte tragen, welche weniger als 55 Prozent des 1992 gemessenen und errechneten Mittelwertes aller europäischen Geräte gleicher Bauart verbrauchen. Bei Waschmaschinen sollte auch die Waschwirkung und der Wasserverbrauch in die Anschaffungsneigung einbezogen werden. Wegen der gestiegenen Waschkraft der Waschmittel kann auf den Einsatz der 95-Grad-Waschprogramme fast vollständig verzichtet werden. Ihre Wäsche wird auch bei Temperaturen von 60 Grad sauber und hygienisch rein. So sparen Sie ca. 50 Prozent der für die Erwärmung des Waschwassers eingesetzten Energie.
|